{"id":30,"date":"2018-01-02T02:16:49","date_gmt":"2018-01-02T02:16:49","guid":{"rendered":"https:\/\/westermann-netzwerke.de\/?page_id=30"},"modified":"2018-01-14T19:01:49","modified_gmt":"2018-01-14T19:01:49","slug":"die-glasfaser-ist-da","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/westermann-netzwerke.de\/?page_id=30","title":{"rendered":"Die Glasfaser ist da, unsere Erfahrungen"},"content":{"rendered":"<p>In Recke und den Vororten geht es in gro\u00dfen Schritten in die Fertigstellung.<\/p>\n<p>Nach und nach werden die Str\u00dfenz\u00fcge angeschlossen, eifrig werden Haus\u00fcbergabepunkte verlegt und Netzabschl\u00fcsse angeschlossen. Netzabschl\u00fcsse der Deutschen Glasfaser AG, aber dazu sp\u00e4ter mehr.<\/p>\n<p>Die n\u00e4chsten Schritte sind relativ einfach, der Netz\u00fcbergabepunkt wurde dort montiert wo er hin sollte, die Techniker vor Ort geben sich M\u00fche, sind Nett und freundlich, und die abschlie\u00dfende Messung der LWL-Verkabelung best\u00e4tigt die Freigabe. Jetzt kann es losgehen, Router dran, wenn es ein eigener sein soll, ansonsten machen das auch die Mitarbeiter der Deutschen Glasfaser, und den Computer angeschlossen.<\/p>\n<p>Wer noch einen laufenden Telefon-Vertrag hat, bekommt noch keine Internet-Telefonie, dass passiert erst wenn der bestehende Vertrag ausgelaufen ist. Den Zeitpunkt der \u00dcbernahme kann im Kundenportal eingesehen werden.<\/p>\n<p>Aber gut, wir waren beim Computer. Ein Blick in die Fritz!Box 7490 (das vermutlich meistverkaufte Modell) und dort findet sich dann der Hinweis, dass die Verbindung zum Internet besteht.<\/p>\n<p>Es wird auch eine IP-Adresse angezeigt (quasi die Postanschrift im Internet), nur beginnt diese mit 100.xx.xx.xx.<\/p>\n<p>Wer sich etwas mit dem Thema besch\u00e4ftigt und vielleicht auch mal quer gelesen hat, wird schnell merken, dass die 100&#8217;er IP-Adresse keine &#8222;echte&#8220; IP-Adresse im Internet ist.Die Adresse geh\u00f6rt zu einem CGNAT-Bereich. CGNAT ist die Abk\u00fcrzung f\u00fcr &#8222;Carrier Grant Network Address Translation&#8220;, auf gut Deutsch: &#8222;Betreiber-Adresse die \u00fcbersetzt wird&#8220;.<\/p>\n<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"art-lightbox aligncenter\" src=\"https:\/\/westermann-netzwerke.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/tmp6FC.png\" alt=\"\" width=\"999\" height=\"126\" \/><\/p>\n<p>Veranschaulicht ist das so, wie oben dargestellt. Der PoP ist der jeweils zentrale Punkt im Ort \/ Vorort, dann kommt der H\u00fcP, dass ist nur ein Kunststoffgeh\u00e4use, dann kommt der Netzabschluss, der NT, und zu guter letzt die Fritz!Box (oder ein eigener Router).<\/p>\n<p>Was passiert jetzt? Der PoP bekommt eine bestimmte Anzahl an Netzwerkadressen, die die Deutsche Glasfaser AG frei vergeben kann, diese werden an den jeweiligen NT und im Anschluss dann an den Router \u00fcbermittelt. Warum ist das jetzt so wichtig? Die Richtlinien zum geregelten Internet-Verkehr besagen, dass diese CGNAT-Adressen nicht in&#8217;s Internet gelangen d\u00fcrfen und dort auch nicht behandelt werden. Schlicht und einfach gesagt, die Adressen tauchen nicht auf.<\/p>\n<p>Im Umlehrschluss bedeutet das aber, dass es Ger\u00e4te gibt, die dringend aus dem Internet erreichbar sein m\u00fcssen. Mit der CGNAT Adresse der Deutschen Glasfaser AG ist das aber nicht m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Ein kleines Beispiel: Die Kameragest\u00fctzte \u00dcberwachung der Hofeinfahrt soll vom Urlaubsort aufgerufen werden. Das wird aber so nicht gehen, da die Kamera nur \u00fcber eine CGNAT-Adresse erreichbar ist, die aber im Internet nicht weiter vermittelt werden kann.<\/p>\n<p>Der Aufruf der Kamera erzeugt nur eine Fehlermeldung:<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"art-lightbox\" src=\"https:\/\/westermann-netzwerke.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/tmp9883.png\" alt=\"\" width=\"899\" height=\"315\" \/><\/p>\n<p>Im Grunde also eine Krux&#8230;<\/p>\n<p>Abhilfe schafft die neue Adressierung im Internet: IPv6<\/p>\n<p>Jetzt auf die Unterschiede zwischen der bisherigen IPv4 und der neueren IPv6 einzugehen, w\u00fcrde den Rahmen vollends sprengen. Da gibt es gen\u00fcgend Internetseiten, die sich auch technisch damit besch\u00e4ftigen.<\/p>\n<p>Dennoch, der Wechsel zur IPv6 sollte dringend bedacht und in Erw\u00e4gung gezogen werden. Nur sind damit die Problem nicht aus der Welt, sondern sie fangen im Grunde erst an. Die Grundidee zu IPv6 lag darin, dass es zu wenige IPv4-Adressen gibt. Zu Gr\u00fcndungszeiten des Internet hat keiner damit gerechnet, dass es 30 Jahre sp\u00e4ter viele Millionen Internetnutzer gibt. Schlie\u00dflich war das Internet in den Anf\u00e4ngen f\u00fcr Universit\u00e4ten und dem Milit\u00e4r vorbehalten.<\/p>\n<p>Der Wechsel zu IPv6 sollte dem Abhilfe schaffen und somit wurde ein schier unersch\u00f6pflicher Pool an Adressen geschaffen. Alle IPv6-Adressen sind grunds\u00e4tzlich im Internet verf\u00fcgbar. Es wird nicht mehr zwischen privaten und \u00f6ffentlichen Adressen unterschieden.<\/p>\n<p>Aber genau da liegt auch die &#8222;Schw\u00e4che&#8220; begr\u00fcndet. Wenn jedes Ger\u00e4t im Internet frei erreichbar ist, muss sich der Benutzer darum k\u00fcmmern, dass eben kein unberechtigter auf seine Daten \/ Informationen zugreifen kann.<\/p>\n<p>Jeder Router sollte das von sich aus schon in Grundz\u00fcgen machen. Mehr oder weniger sicher und gut. Aber zur\u00fcck zum Netz der Deutschen Glasfaser.<\/p>\n<p>Das Netz der Deutschen Glasfaser basiert auf einem eigenen Adressenpool. Dieser Adressenpool ist beim Diensteanbieter frei einsehbar. Die Deutsche Glasfaser kann also alles sehn, was an dem Netz\u00fcbergabepunkt angeschlossen ist. Wird der Betreiber-Eigene Router verwendet, wird dieser konfiguriert.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich alles zum Vorteil des Kunden, der sich dementsprechend nicht mit dem Thema befassen muss. Gleich gilt \u00fcbrigens auch (bedingt) f\u00fcr die Fritz!Box, auch diese l\u00e4sst sich durch den Betreiber direkt einrichten.<\/p>\n<p>Eben diese vermeintlichen Vorteile sind aber im Prinziep auch Nachteile. Ein Internet-Anbieter, der die Ger\u00e4te seiner Kunden derart behandelt, kann theoretisch auch alles sehen, was dahinter passiert. Ganz wichtig ist dabei der Begriff &#8222;kann&#8220;. Gesetzlich ist es dem Internet-Anbieter verboten, solange sein Kerngesch\u00e4ft nicht unter den Handlungen des Kunden leidet.<\/p>\n<p>Aber schon allein der Gedanke, dass ein Internet-Anbieter unsere Daten der Firma einsehen kann, oder k\u00f6nnte, ohne dass wir etwas daran \u00e4ndern k\u00f6nnen, bringt alle Alarmleuchten auf die Bildfl\u00e4che.<\/p>\n<p>Wir haben f\u00fcr uns, in der Firma, beschlossen, alles zu unternehmen, damit ein Internet-Anbieter, in diesem Fall die Deutsche Glasfaser AG, nicht diese M\u00f6glichkeiten hat.<\/p>\n<p>Wir m\u00f6chten noch einmal darauf hinweisen, dass die Deutsche Glasfaser AG derzeit nicht die Absicht hat, oder eventuelle Anstrengungen in dieser Richtung unternimmt. Es geht einzig darum, jedwede M\u00f6glichkeit \u00e4u\u00dferliche Zugriffe zu erschweren bzw. zu unterbinden.<\/p>\n<p>Also muss der Grundsatz dazu geschaffen werden. Der Netzabschluss muss weichen und durch ein eigenes Ger\u00e4t ersetzt werden. Dieses Ger\u00e4t steht dann im Einfluss des Kunden. Weiterhin wird keine Fritz!Box als Router verwendet. Die Fritz!Box ist eine absolut zu gebrauchene Telefonanlage. Als Router ist sie jedoch nicht flexibel genug, um eventuelle Begehrlichkeiten zu bedienen.<\/p>\n<p>F\u00fcr alle Eventuealit\u00e4ten bieten wir nat\u00fcrlich vern\u00fcnftige L\u00f6sungen an, die auch bezahlbar bleiben.<\/p>\n<p>Sprechen Sie uns an, wir helfen Ihnen gerne weiter, auch dann, wenn Sie die Fritz!Box weiterhin nutzen m\u00f6chten.<\/p>\n<p><script src=\"safari-extension:\/\/com.ebay.safari.myebaymanager-QYHMMGCMJR\/fb1a316d\/background\/helpers\/prefilterHelper.js\" type=\"text\/javascript\"><\/script><script src=\"safari-extension:\/\/com.ebay.safari.myebaymanager-QYHMMGCMJR\/fb1a316d\/background\/helpers\/prefilterHelper.js\" type=\"text\/javascript\"><\/script><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Recke und den Vororten geht es in gro\u00dfen Schritten in die Fertigstellung. Nach und nach werden die Str\u00dfenz\u00fcge angeschlossen, eifrig werden Haus\u00fcbergabepunkte verlegt und Netzabschl\u00fcsse angeschlossen. 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